Zuviel gewollt? Warum kommt kein Baugebiet Brunnengarten?
Der potentielle Investor für das angestrebte Bauprojekt Brunnengarten oberhalb der Burg Odenhausen in Berkum ist abgesprungen. Ein Hauptgrund ist wohl, dass ein Ergebnis des vereinbarten hydrogeologischen Gutachtens zur Wasserversorgung des Burggrabens noch lange nicht in Sicht war. Für den Investor, der schon viel Mühe und Geld in die Planung gesteckt hat, war der weitere Zeitablauf unsicher und ein wirtschaftlicher Erfolg nicht mehr kalkulierbar. Die Gemeinde widerspricht dem Vorwurf, sie sei nicht nachdrücklich genug tätig gewesen.
Von Anfang an war die Frage, ob die Bebauung an der landschaftlich herausgehobenen Stelle die Wasserversorgung der Wasserburg Odenhausen stören würde. Die Messlatte lag sowieso hoch. 30% Sozialwohnungen, Seniorenwohnen, Gemeinschaftsflächen, Biotope und Ausgleichsflächen als Teil des Geländes, keine Pkw-Zufahrt zu einzelnen Häusern, dafür Quartiersgarage usw. Ein Bündel von sozialen und ökologischen Zielen, die die Sache verteuert haben. Die CDU-Grüne-Koalition der letzten Wahlperiode hatte ja ein ‚Vorzeigeprojekt über Wachtberg hinaus‘ in Aussicht gestellt.
Als Ergebnis reicht es nicht, aus dem Rathaus zu hören, dass ‚komplexe Verfahren rechtssicher, transparent und unter Berücksichtigung aller öffentlichen Belange‘ durchgeführt werden. Wir müssen im neuen Arbeitskreis Baulandmanagement besprechen, wie wir die Wiederholung von unnützer Planungsarbeit vermeiden und Projektziele in Zusammenarbeit mit Investoren praktisch erreichen. Joachim Schulz und Friedrich Oettler werden sich dafür einsetzen.