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Wir sind dabei

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Neubauentscheidung Rathaus Wachtberg

Neubauentscheidung Rathaus Wachtberg

In der Ratssitzung am 19. Mai haben wir zusammen mit einer deutlichen Mehrheit für den Rathausneubau an neuer Stelle gestimmt. Unsere ursprüngliche Meinung, Sanierung und Weiterbetrieb des bestehenden Rathauses würden am sinnvollsten sein, haben wir geändert.

Die erste Überlegung war: Was ist im Prinzip günstiger, als ein abgeschriebenes Gebäude weiter zu nutzen? Wie zunehmend klar wurde, stehen dem viele Hindernisse im Weg. Ein Teil neuere Arbeitsplatzvorschriften zu Mindestgrößen von Büros und ähnlichem gilt auch für Bestandsgebäude, sodass im Rathaus schon heute weniger Personen untergebracht sein dürfen als früher. Die unumgängliche Sanierung hätte eine Vielzahl von Schwierigkeiten und Risiken mit sich gebracht.

Der Gemeinderat war sich von Anfang an einig, dass die Wirtschaftlichkeit das Hauptentscheidungskriterium sein muss. Als Bewertungsgrundlage wurde schon 2022 die sog. Machbarkeitsstudie erstellt. Es war nicht ganz einfach, die Logik des Variantenvergleichs hierin zu verstehen. Jedoch ist der Maßstab ‚saldierter Ressourcenverbrauch‘ nun mal die Basis des vom Land NRW für Investitionsvergleiche öffentlicher Bauprojekte vorgesehenen Verfahrens. Das Ergebnis ist am Ende für uns überzeugend, weil es auch bei Veränderung von Annahmen über Zinssätze und andere Parameter in einer Sensitivitätsanalyse im Rechenmodell stabil ist. Dieses Ergebnis lautet: Ein Rathausneubau an einer neuen Stelle im Gemeindegebiet ist die wirtschaftlichste Lösung.

Der nächste Schritt wird die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs sein, der hoffentlich eine Auswahl möglichst unterschiedlicher Realisierungsmöglichkeiten liefert. Mit der gesamten Bauausführung soll ein Generalunternehmer beauftragt werden. Der Gemeinderat wird noch vielfach mit dem Projekt befasst sein. Joachim Schulz, FDP-Fraktionsvorsitzender, meint: ‚Wir müssen noch besprechen, wie das Großprojekt zum problematischen Wachtberger Haushaltsdefizit passt. Wir werden jedenfalls darauf achten, dass die Kosten beherrschbar bleiben und aus dem neuen Rathaus kein Maximalprojekt wird, das noch alle möglichen Zusatzwünsche miterfüllen soll!‘