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16. 11. 2014
Haben unsere Jugendlichen wirklich eine Schulhausphobie?


Mehr als eine Stunde lang befasste sich der Ausschuss für Bildung und Jugend in seiner Sitzung am 12.11.2014 mit Top 3, dem Jugendtreff Adendorf! Der vorige Ausschuss hatte im Januar alternativlos den Bau eines Holzhauses beschlossen. Dieser Beschluss wurde bisher jedoch nicht ausgeführt, da noch nach tragbaren Alternativen gesucht wurde.

Jetzt brachte die Verwaltung im Rahmen ihrer Bemühungen um die Konsolidierung des Haushalts einen Alternativvorschlag ein, der um 20.000 Euro billiger käme: Räume im Untergeschoss der GGS Adendorf in der Größe von 90qm könnten zum Jugendtreff ausgebaut werden. Der Plan zeige, dass hier eine Souterrainlösung entstehen soll , zwar mit einer etwas niedrigeren Deckenhöhe aber mit großen Fenstern und direktem Zugang zu einer terrassierten Außenanlage - bei hermetischer Trennung von den Innen- und Außenbereichen der Grundschule, so Ilse Fuss, FDP Mitglied im Ausschuss. Eine Lösung, die alle Forderungen erfüllt – nur halt nicht freistehend.

Hauptargument gegen diesen Vorschlag im Ausschuss war die Befürchtung, ja Überzeugung einiger Ausschussmitglieder, dass eine Einrichtung in einer Grundschule von den Jugendlichen als „Location“ keinesfalls akzeptiert werden würde. Im Dunstkreis einer Schule würden sie nicht ihre Freizeit verbringen wollen.

Man sollte bedenken, dass Jugendtreffs aus Kostengründen meist in den Räumen öffentlicher Gebäude, Schulen oder kirchlicher Einrichtungen untergebracht sind. Und was die hier heraufbeschworene Schulhausphobie angeht, so muss man sie jedenfalls für Niederbachem widerlegen: Über Jahrzehnte schon wird der Schulhof der dortigen Grundschule besonders in den wärmeren Jahreszeiten regelmäßig vom späten Nachmittag oft bis in die Nacht von Jugendlichen aller Altersgruppen und durchaus nicht immer zur Freude der Anwohner als Treffpunkt genutzt. Auch im Jugendtreff Fritzdorf, der sich im Übergangsheim Fritzdorf befindet, gebe es laut der dortigen Leitung keine Probleme, so Ilse Fuss. Schade, dass der Vorschlag der Verwaltung nur die Stimmen von SPD und FDP bekam und damit abgelehnt wurde. Dass man hier 20.000 Euro einsparen könnte war offenbar für manche Ausschussmitglieder kein Kriterium. Nun – die letzte Entscheidung fällt im Rat und da werde hoffentlich mehr Vernunft zur Alternative gezeigt, hofft Ilse Fuss! ()


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